Der Umgang mit den Toten gehört zum Leben und die Landauer Friedhöfe sind ein Teil unserer Stadt. Auf unseren Friedhöfen können wir alle Schichten unserer Gesellschaft antreffen. Auch können wir dort bekannten Persönlichkeiten und Förderern der Stadt begegnen.

Die älteste Grabanlage im heutigen Stadtgebiet dürfte sich in Wollmesheim befinden. Bei der protestantischen Kirche wurden zwei Sandstein-Sarkophage aus der Zeit um 1030 gefunden. Um 1362 entstand bei der heutigen Stiftskirche der erste Landauer Kirchhof. Nachdem dieser Platz nicht mehr ausreichte, beschloss der Stadtrat, dass ein Friedhof bei der heutigen Waffenstrasse angelegt werden sollte. Im Mai 1688 wurde außerhalb der Stadt auf dem Kaffenberg (heute Universität) ein neuer Friedhof angelegt, der allerdings bald darauf dem Bau des Forts weichen musste.
Ein napoleonisches Dekret aus dem Jahr 1804 verfügte, dass innerhalb von Ortschaften und insbesondere in Gotteshäusern keine Bestattungen mehr stattfinden durften. Daher wurde 1827 der Bereich des heutigen Friedhof zwischen der Zweibrückerstrasse und der Drachenfelstrasse, wo sich schon ein kleiner Friedhof befand, zum protestantischen Friedhof erklärt. Im Jahr 1849 erfolgte die Aufhebung der konfessionellen Trennung.
Im Bereich des älteren Teils des Friedhofs, d.h. in der Nähe des Eingangs Zweibrückerstrasse / Drachenfelsstrasse, finden wir viele historisch interessante und denkmalgeschützte Grabmale. Einige davon wurden von dem Bildhauer und katholischen Pfarrer Dr. Bernhard Gottfried Josef Würschmitt oder einem seiner Schüler geschaffen. Dazu zählen auch die beiden monumentalen Tumbagräber der Generale Mölters und von Pflummern, welche vom Mannheimer Bildhauer Wilhelm Hornberger erschaffen wurden.
Im Jahr 1849 wurde am Rand der Stadt auf Betreiben des Rabbiners Elias Grünebaum der jüdische Friedhof angelegt und dient noch heute diesem Zweck. Er befindet sich im Besitz der jüdischen Kultusgemeinde und wurde 1991 unter Denkmalsschutz gestellt.
Auf dem Gelände des Landauer Friedhofs finden wir mehrere Gedenkstätten für die Opfer der verschiedenen Kriege. Auch auf dem internationalen Friedhof wird an die Kriegsopfer aus verschiedenen Nationen gedacht.
Im Jahr 1923 wurde die achteckige Trauerhalle nach den Plänen des Münchner Architekten Prof. Grässel errichtet, welche von einer Leichenhalle und Verwaltungsgebäuden flankiert wird. Die Trauerhalle wurde 1928 mit Gemälden des Godramsteiner Malers Adolf Kessler ausgestaltet.

Durchführung Manfred Ullemeyer
Treffpunkt Friedhofseingang, bei der Trauerhalle (Zweibrückerstrasse 33)
Preis pro Person kostenlos bei öffentlichen Führungen, um eine Spende für das Hospiz Landau wird gebeten
Preis als Gruppe 70,-- Euro (max. ca 30 Personen)
Öffentliche Führungen siehe Termine
Broschüre Flyer "Führung über den Landauer Friedhof"
Anmeldung von Gruppen Im Internet unter www.Landau-mit-allen-Sinnen-geniessen.de
Zum Seitenanfang